Die Angst geht um in Amerika: Texas 13. 2 – 1. 3. 2025

Als ich nach zweieinhalb Wochen Amerika bei klarem Sternenhimmel im Salzkammergut ankam, erwartete mich Dunkelheit, Schnee und Kälte. Als ich Houston am frühen Nachmittag des Vortages verlassen hatte, gab es sommerliche 27 Grad, der Rasen und die Blumen mussten bereits bewässert werden. Was hatte ich dort erlebt und was ist aus dem „Trumpland“ zu berichten? Hier einige wenige Eindrücke:


Fährt man mit offenen Augen und Ohren durch Texas, so scheint alles seinen normalen Gang zu nehmen. Auf den löchrigen Autobahnen rasen Menschen in zerbeulten Trucks in den Tod, in den Supermärkten wird eingekauft, als ob eine Hungersnot drohe, die Regale sind zu jeder Tageszeit bestens bestückt, nur an Eiern scheint es wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe zu mangeln. Die teuren Restaurants und Bars sind immer ausgebucht, Menschenschlangen am Eingang und freundliche Kellnerinnen signalisieren, dass ein gemütliches Verweilen nicht erwünscht ist.
Auch die Oper von Houston war ausverkauft, sie empfing die Besucher beschwingt in der Lobby mit einer elegant gekleideten Sängerin samt Klavierspieler, die Gäste hatten sich in Ballkleidung herausgeputzt, waren aber ein bisschen weniger schick als bei uns. In der „WestsideStory“ wurde hervorragend getanzt und gesungen, kein Vergleich zur vielgelobten Volksopernproduktion, die einem nun leblos und inhaltsleer vorkam. Der tosende Schlussapplaus war schnell vorbei, denn alle hasteten hinaus, vorbei an Dutzenden von Obdachlosen, die in den Straßen und Unterführungen rund um die Oper ihr trauriges Nachtquartier aufgeschlagen hatten. Nicht nur hier werden wir daran erinnert, dass es auch ein Amerika der völligen Armut gibt.

Gemeindezentrum Alief

Natürlich wurde wieder dem NeighborhoodCenter von Alief in Houston ein Besuch abgestattet. Ein modernes Gebäude mit weitläufigem Park und Schwimmbad, mit vielen Sportmöglichkeiten und Fortbildungskursen, ganz von der Gemeinde finanziert und völlig kostenlos. Jung und Alt trifft sich hier, die Jungen draußen, um Fußball, Basketball oder Tennis (Pickleball) zu spielen, die älteren Semester drinnen, um zu Tanz-, Qi Gong-, Golden Crane oder Fortbildungskursen zu eilen oder den Valentinstag in Festkleidung ausgelassen zu feiern. Für die ärmeren Mitglieder der Gemeinde gibt es auch ein freies Mittagessen. Eine riesige Turnhalle mit einem bestens ausgestatteten Fitnesscenter steht all denen zur Verfügung, die sich an die Hausregeln halten, dafür sorgt ein allgegenwärtiger stämmiger Security mit Waffe.

Im oberen Stockwerk lockt eine futuristische Bibliothek und ein bestens ausgestatteter Computerraum mit vielfältigem Programm vom Mystery Book Club bis zum 3D Printer Workshop. Interessant wird sein, ob dieses Center die vielen Budgetkürzungen, die derzeit überall in den USA in Windeseile durchgezogen werden, überleben wird. Ja, die Angst vor steigenden Preisen und drohender Arbeitslosigkeit habe ich in Gesprächen immer wieder vernommen. Das Department of Education bietet einmalig 15 000 Dollar bei freiwilliger Kündigung an, 4 Milliarden Dollar sollen bei der Finanzierung von Forschung und Universitäten eingespart werden, vom Stopp der US-Auslandshilfen und deren Auswirkungen ganz zu schweigen, mit denen u. a. im vergangenen Jahr weltweit 1,1 Milliarden Kinder geimpft werden konnten.

Austin

Also auf nach Austin, auf den Campus der Universität von Texas. Hier werden nur 5 Prozent der besten AbsolventInnen der Schulen Texas aufgenommen und die Konkurrenz um die Aufnahme ist gnadenlos. Hat man es jedoch an die UT Austin geschafft, dann befindet man sich in bester Gesellschaft. Tausende stark motivierte junge Menschen gehen gut gelaunt von einer Vorlesung zur nächsten, fast alle schlank und rank in Sportbekleidung, denn es gibt am Campus ein umfassendes Fitnessprogramm den ganzen Tag über, ein Zentrum für mentale Gesundheit, das die StudentInnen bei Krisen unterstützt und wenn sich eine Studentin nachts nicht nach Hause traut, kann sie ein Golf Cart samt Fahrer anfordern.
Am Beginn des Campus steht das Blanton Museum of Art, von hier geht man die „Yellow Brick Road“, auch „Speedway“ genannt, hinauf zu den einzelnen Fakultäten, vorbei an vielen Ständen, die für alles Mögliche Werbung machen. Hier bietet sich die Möglichkeit, Haustiere zu streicheln, mehr über LGBTQ mit dem markigen Slogan „Join us in hell“ zu erfahren oder einer christlichen Organisation beizutreten. Der Geist des jugendlichen Aufbruchs ist so stark zu spüren, dass man sich wünscht, man könnte dort sofort zu studieren anfangen.

Vom Campus aus kann man durch großangelegte Parks in die Lyndon Baines Johnson Library § Museum gehen, ein monumentales Gebäude, in dem alles Wissenswerte über US-Präsident Lyndon B. Johnson und seine Zeit zu erfahren ist. Hier ist sein Originalbüro aus dem Oval Office zu sehen und hätte man Zeit, würde man alle Gesetze studieren, die er auf den Weg gebracht hat. Hat man noch Lust das Wirken seiner Frau Lady Bird Johnson zu erkunden, dann fahre man in den Botanic Garden of Texas, der die Besucher über die Vegetation von Texas aufklärt und dem Naturschutz dient. Im Park treffen wir auf eine Schulklasse, die einer Höhle entsteigt und dann auf den Weg ist, um zur Quelle nach Barton Springs zu fahren. Auch in Texas wird von engagierten BiologInnen Schulkindern die Wichtigkeit von Umwelt- und Wasserschutz vermittelt.
Wer nun genug über Savannen und Pflanzen in Texas weiß, kann sich auf einen der vielen Wanderwege unweit der Hauptstadt begeben. Sehr empfehlenswert und ähnlich den Wiener Stadtwanderwegen mit Blick auf eine wunderschöne Stadt.

Von Kathedralen, Nebel und Seefahrern: Portugal 21. – 28. 9. 2024

Kloster Batahla Westfassade

Wir waren bereits bis Frankfurt gekommen und saßen im Flugzeug. Dann begann das Warten; der Kapitän informierte, dass über Porto, der größten Stadt in Nordportugal, dichter Nebel läge, weshalb sich unser Abflug um eine Stunde verzögere. Schließlich waren es fast vier.

Porto zeigt sich dann doch noch von der sonnigen Seite, die beiden Schwesternstädte Porto und Vila Nova da Gaia liegen in die Hügel hineingeschmolzen, nur vom Fluss Douro getrennt. Befindet man sich im Zentrum, geht es hinauf und hinab, Lärm und Staus begleiten einen. Die Stadt ist zu klein geworden für die vielen Touristen aus aller Welt, die in der Altstadt von Porto unterwegs sind, um den bis nach oben hin gekachelten Bahnhof Sao Bento und die über der Stadt thronende Kathedrale zu bestaunen. Von dort hinunter zur eindrucksvollen Ponte Dom Luis I und der Kirche Sao Francisco, deren barocke Innenausstattung so überladen ist, dass man davor zurückschreckt. Umso stilvoller ist die Börse von Porto, in der ein Schlagzeuger um sein Leben trommelt, sodass der „Maurische Saal“ nur bei geschlossenen Türen seine ganze Pracht entfalten kann.

Porto

Der zweite Morgen beginnt wieder im dichten Nebel. Nun geht es in nach Guimaraes, Weltkulturerbe und erste Hauptstadt des Königreiches Portugal. Das Kastell und der Palast, oberhalb der Stadt, noch immer mächtig und uneinnehmbar. Ein Rundgang in der Altstadt führt uns vorbei an wackeligen mittelalterlichen Häusern und farbenprächtigen Gauklern, die den Largo de Toural beleben.

Weiter geht es nach Braga, ein schmuckes barockes Städtchen, wo eine Kathedrale und ein Bischofspalast uns erwarten. Aber die Schönheit des Tages ist die Wallfahrtskirche Bom Jesus da Monte, die nicht nur über eine bequeme Straße oder eine alte Standseilbahn zu erreichen ist, sondern auch über eine monumentale barocke Zickzacktreppe mit über 581 Stufen. Am Abend führt man uns in die Geheimnisse der Portweinerzeugung in der Kellerei Sandeman ein mit anschließender hochprozentiger Verkostung.

Der dritte Tag bringt uns zunächst über Aveiro, ein kleinen Städtchen mit bunten Fischerbooten, großen Gondeln gleich, nach Coimbra, einer alten Universitätsstadt, in der eine hübsche Studentin im Talar Bleistifte der Universität feilbietet. Dann geht es zur Christusritterburg nach Tomar, deren älteste Teile auf die Templer zurückgehen, hier bestaunen wir die „Charola“, die Gebetskapelle der Tempelritter. Nun sind wir gerüstet für Fatima, das wir an einem sehr kalten, windigen Spätnachmittag erreichen. Von den hunderttausenden Pilgern auf dem größten Kirchenvorplatz der Welt ist nichts zu sehen, er ist fast menschenleer. Nur einige wenige Pilgerinnen rutschen auf Knien den langen Weg zur Kathedrale hinunter, damit die Jungfrau Maria ihre Bitten erhöre.

Basilika Unserer Lieben Frau des Rosenkranzes

Nach der Besichtigung der Klöster Batalha und Alcobaca, letzteres war lange Zeit das geistliche Zentrum Portugals und gilt als die größte Kirche des Landes, gelangen wir nach Obidos, in ein schmuckes mittelalterliches Städtchen, das von einer intakten Stadtmauer umgeben ist, deren Begehung nicht ungefährlich ist. Trotz heftigen Regens und Sturms machen wir uns auf, um zum Cabo da Roca zu fahren, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlandes, aber hier ist kein Verweilen möglich. Ab ins vibrierende Lissabon, das Leben und gute Laune verspricht.  

Aber Belem, das Torre de Belem, das Denkmal der Entdecker, und das riesige Hieronymus-Kloster versinken in Nieselregen und Menschenschlangen, sodass man gleichsam durchgehetzt wird und sich mit einer Gruppe von Italienerinnen einen Kampf um drei kümmerliche Toiletten liefern muss. Dann hinauf zum Kastell Sao Jorge mit schönem Ausblick über die Stadt, hinunter durch die engen Gassen der Alfama in die Baixa. Anschließend Besuch der Oberstadt, des Künstlerviertels, in dem wir auf einen jungen Musiker treffen, der mit gewaltiger Stimme das Publikum mit Songs von Simone Simon bis hin zu kapverdischen Volksliedern anrührt. Und dann endlich der ersehnte Fadoabend, die Musiker haben noch immer Freude und Spaß am Singen und Musizieren. Beschwingt und versöhnt durch diese künstlerischen Darbietungen verlassen wir am nächsten Tag die portugiesische Hauptstadt.

Nun tasten wir uns immer weiter in den Süden vor, wir fahren durch den Alentejo, vorbei an gerade geernteten Korkeichen und kilometerlangen Olivenhainen und Weinbergen, werden eingeweiht in das Leben und Werk von Jose Samarago, des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers und in die Politik von Salazar, gehen durch die Altstadt von Evora, besteigen den Turm der gotischen Kathedrale und erreichen am 7. Tag unserer Rundreise endlich die Algarve, bei Sonnenschein, tiefblauem Atlantik und warmen Temperaturen. Am Cabo Sao Vicente bildet sich eine lange Schlange bei der „Letzten Bratwurst vor Amerika“, dann erreichen wir die Festung Sagres, von Heinrich dem Seefahrer errichtet, der uns die ganze Reise begleitet hat. Jetzt, nach so vielen beeindruckenden Kirchen, Kathedralen, Klöstern, Festungen und Burgen, nach so vielen spannenden Vorträgen über portugiesische Geschichte, Eroberer, Kultur, Politik und Wirtschaft hat man den sehnlichen Wunsch, die bizarre Steilküste entlangzuwandern, Sonne und Wind im Gesicht zu spüren und dankbar zu sein für diese erlebnisreiche Reise durch Portugal im September 2024.

Nata, what else?

Von Fjorden, Stabkirchen und Kreuzfahrern: Südnorwegen 31. 7. – 8. 8. 2023

Südnorwegische Berglandschaft

Wenn jemand eine Reise tut, hat er etwas zu erzählen. So auch ich, die Anfang August in Südnorwegen mit einer illustren Reisegruppe unterwegs war. Unterwegs ist nicht untertrieben, denn wir haben mit einem österreichischen Reisebus rund 2000 Kilometer zurückgelegt, an Fjorden entlang, auf Fähren und engen Gebirgsstraßen hinauf und hinunter, sahen Gletscher, die bereits auf 1400 Metern liegen, vorbei an Stabkirchen und Häfen mit unzähligen malerischen Fischerbooten und Yachten. So verbrachten wir täglich viele Stunden reisend, um die norwegische Landschaft zu erkunden, durchfuhren einsame Gebirgsketten und gerieten in Hafenrummel, weil überall ein riesiges Kreuzfahrtschiff seine Gäste entlassen hatte.

Oslo war der Beginn unserer Erlebnisreise, es ist, wie die geringe Einwohnerzahl, räumlich überschaubar und rasch besichtigt: Beeindruckt von der modernen Oper, der Deichmann-Bibliothek und dem Munch-Museum, die aus dem Meer herauszuragen scheinen, befinden sich gegenüber mietbare Saunahäuschen, deren Besucher im sauberen Hafenbecken Abkühlung vom heißen Aufguss suchen.

Opernhaus Oslo

Von dort hinauf auf die Festung Akerhus, hinüber zum monumentalen Rathaus, über das bescheidene königliche Schloss hinunter zur Hauptstraße, der Karl Johans gate, in der Restaurants und bunte Blumenarrangements zum Verweilen locken, schon hat man das Gefühl, Wichtiges von Oslo gesehen zu haben. Nein, es gibt noch den Holmenkolen, die gewaltige Sprungschanze, die einem gleichsam mit einem Sprung in die Stadt befördert und den berühmten Frognerpark mit seinen 200 Skulpturen von Gustav Vigeland, die aus der Zeit gefallen scheinen. Hier fallen die hart trainierenden Soldaten und Soldatinnen mehr ins Auge, denn in Norwegen müssen nicht nur Männer, sondern auch Frauen dem Vaterland dienen.

Frognerpark

Als Nächstes wird die Museumshalbinsel Byfdo angefahren, dort kam man das schwankende Polarschiff Fram betreten, den tobenden Wind und die eisige Kälte spüren und erleben, was mutige Männer aus früheren Zeiten in ihrer Abenteuer- und Entdeckungslust bereit waren zu ertragen, den Tod miteingeschlossen.

Friedhof Vradal

Über die Notodden erreichen wir die Heddaler Stabkirche, die größte in Norwegen, umrahmt von einem Friedhof mit zierlichen Grabsteinen und kargem Blumenschmuck.

Durch die südnorwegischen Berge geht es über die Sirdalsheide nach Starvanger, berühmt auch als Ölstadt. Hier erwartet uns nicht nur ein hübsches Altstadtzentrum mit schmucken weißen Häusern, sondern auch ein riesiges Kreuzfahrtschiff, das den alten Hafen eingenommen hat. Kein Verweilen ist möglich, denn Partymusik und dichtes Gedränge vertreiben alle, die gerade aus der Gebirgseinsamkeit kommen.

Hafen Stavanger

Am nächsten Tag lockt der berühmte Preikestolen, dessen steilen Aufstieg wir im dichten Nebel gemeinsam mit tausend anderen Aussichtssehnsüchtigen wagen.

Oben angekommen ist die Plattform bummvoll, einige besonders Wagemutige lassen die Beine über den hunderte Meter senkrecht in die Tiefe gehenden Felsen baumeln oder kommen beim ausgelassenen Fotoshooting dem Abgrund gefährlich nahe. Wie erleichtert ist man, weil man nicht schmerzverzerrt humpelt, als die Preikestolen-Hütte im Tal erreicht wird.

Am 5. Tag kommen wir endlich nach Bergen, den eigentlichen Anlass meiner Reise. Seit ich „Min Kamp“, die sechs autobiografischen Romane von Karl Ove Knausgard gelesen habe, sehne ich mich nach dieser Stadt, in der der Schriftsteller seine prägenden Jahre erlebt und an deren Glück und Elend er sein Lesepublikum intensiv teilhaben lässt. Groß war die Enttäuschung, als ich alleine durch das kalte, windige Bergen auf Entdeckung ging, mir kam es schmutzig, überlaufen und baulich heruntergekommen vor. So flüchtete ich mich auf den Floyen, den Aussichtsberg, stellte mir beim Auf- und Abstieg vor, dass hier der berühmte Knausgard gegangen sein könnte und versöhnte mich mit der Stadt hoch oben mit Blick auf die sich im Meer spiegelnde Sonne.

Stabkirche Hopperstad

Die Fahrt geht am nächsten Morgen weiter, über Voss wird Vik mit einer der schönsten Stabkirchen des Landes erreicht, dann über den Sognefjord in steilen Serpentinen hinauf auf das Sognefjellet (1397 Meter), schon befindet man sich wieder umringt von den schneebedeckten Bergen des Jotunheimer Nationalparks. Kurze Fotostopps und wieder sitzt man im Bus, hier eine Wanderung zu unternehmen scheint mehr als unwirtlich.

Von Lom geht es am nächsten Tag hinunter zu dem weltberühmten Geiranger- Fjord, auch hier treffen wir auf viele Kreuzfahrer, die den Zwischenstopp wie wir zum Einkaufen in den zahlreichen Souvenirläden nutzen, auch hier zeigt sich die ganze Pracht des Fjords vor allem von der Höhe aus. Am Abend erreichen wir Alesund, am Hausberg Aksla erahnen wir schon, was uns den Rest der Reise begleiten wird.

Alesund

Der Starkregen, der in Slowenien und der Südsteiermark zu folgenschweren Überschwemmungen und Murenabgängen geführt hat, ist nun auch in Südnorwegen angekommen. Wir werden die Sehenswürdigkeiten der nächsten zwei Tage, Romsdalsjord, die abenteuerliche Trollstiege, Romsdalberge, Dombas, Lillehammer mit Regen zugeschüttet, sodass nur noch ein Betrachten vom Busfenster aus möglich ist. Auf der Fahrt gibt es von nun an immer wieder schrille Warnmeldungen auf unsere Handys, dass man unnötige Reisen sein lassen sollte. Mutig fährt der unbeirrbare Busfahrer auf den nun teslafreien Straßen gen Oslo, riesige Pfützen, die gewaltig spritzen, begleiten uns. Geschafft, das Flugzeug hebt ab und kurze Zeit später fliegt es bereits über ein leicht bewölktes Wien, vom Westen kommend, landet und man ist bass erstaunt, dass es in unserem Land so schön warm ist.

Meinen liebenswerten, stets pünktlichen Mitreisenden von „Südnorwegen: Fjorde“ gilt für das Gelingen dieser wunderschönen Reise ein kräftiger Applaus.

On The Road Again

New Orleans

Es war klassisch: Am Morgen, als wir unser Hotel in New Orleans schlaftrunken verlassen, sehen wir vier junge Männer, die gerade mit einem Draht hantierend, einen blitzblauen eleganten Sportwagen aufbrechen. Wir tauschen Blicke, sind irritiert, das Gegenüber schätzt die Gefahrenlage ab und macht sich weiter an der Tür zu schaffen. So hat jeder seinen Moment in New Orleans, wie unser Stadtführer später auf unserer Erkundungstour durch das French Quarter sagen wird. Sei es ein Darth Vader, der zu Michael Jacksons ohrenbetäubender Musik von früh bis spät performt, ein junges, exzentrisches Pärchen, das im Mad-Max-Auto durchs Viertel kreischt oder der Junge, der sich in der Canal Street die Haare auf einem Barhocker abrasieren lässt.

French Quarter

Die Temperaturen glichen unserem heißen Sommer, normal sei das aber nicht, beruhigte der Stadtführer. Das French Quarter ist nach einigen Stunden gut besichtigt, von allen Ecken und Enden eilen einem schwungvolle Musik und bunt verzierte Häuser entgegen, viele Touristen queren unsere Wege und am Abend haben wir das Glück, biertrinkend vor einem Jazzlokal zu sitzen und sich ganz dazugehörig zu fühlen. Der nächste Tag gehört in Ermangelung eines Museumsbesuchs wegen der Weihnachtsfeiertage einer Flussfahrt auf dem Mississippi mit einem echten „Paddlewheeler“. Wir sollten links sitzen, so die Einweiserin, weil dort der beste Blick auf das Ufer sei. Wir hatten aber nicht damit gerechnet, dass wir nur verrostete Industrieanlagen und zerfallene Häuser sehen würden.

Paddlewheeler

Also ab in den Garden District, einem Stadtviertel, das mit einer historischen Tramway zu erreichen ist, und von alten Eichen und prächtigen historischen Villen über die ruhmreiche Vergangenheit von New Orleans zu erzählen weiß. Hier hat nicht nur Julia Roberts ein Haus, sondern nebenan befindet sich auch der Lafayette Cemetry, der die Toten „above ground burial“ in überirdischen Grabbauten oder in Mauerschächten beherbergt. Der schlammige Boden und die vielen Überschwemmungen hatten in früheren Zeiten immer wieder die Toten an die Oberfläche gebracht, weshalb man zu dieser praktischeren Bestattungsform gefunden hat, die einzigartig sein soll.

Oak Alley

Wie nah Licht und Schatten hier im Süden zusammenliegen, werden wir am nächsten Tag bei einem Plantagenbesuch auf Oak Alley am Westufer des Mississippi erleben. Von der Straße sieht man ein stilvoll renoviertes prächtiges Herrenhaus, das man durch eine Allee von uralten Eichen erreichen kann und das als Filmkulisse in einem Tarantinofilm dienen könnte.

Von Parkplatz geht man jedoch zuerst zu den Sklavenunterkünften, einfachen Hütten, die nachgebaut wurden und die Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingungen dort geben. Die Ausstellungen in den Hütten erzählen die leidvolle Geschichte von Männern, Frauen und Kindern, die von 1836 bis 1865 dort lebten und oft bis zu 18 Stunden lang arbeiten mussten. Über 100 Männer und Frauen sollen auf der Plantage in diesem Zeitraum versklavt gewesen sein. Sie wurden sowohl in der Landwirtschaft, auf den Zuckerrohrplantagen eingesetzt, mussten aber auch im Haushalt und bei der Kinderbetreuung helfen, den Garten betreuen, waren Köchinnen, Maurer und Schmiede, völlig rechtlos, mit Leib und Leben ihrem Herrn gehörend. Mit diesen Erfahrungen im Kopf ist der Weg ins Herrenhaus ein schwerer, wie betäubt wandelt man durch die stilvoll eingerichteten Räume, die vom prunkvollen Leben und den Festen der Sklavenhalter zeugen. Das Thema ist gesetzt, wir werden in den nächsten Tagen mehr und mehr in die dunkle Geschichte von Amerika hineingezogen werden, denn die Wunde ist überall sichtbar.

Bevor wir uns nach Memphis aufmachen, statten wir noch dem National World War II Museum einen Besuch ab, mit Hunderten anderen, die sich dicht gedrängt und meist maskenlos durch die reich bestückten Ausstellungen drängen. Obwohl die geschichtlichen Ereignisse wohlbekannt sind, wird das Kriegsgeschehen durch Exponate, Filme und Interviews minutiös veranschaulicht, sodass man in ein Fieber der Erwartung gerät, wie ein amerikanisches Museum den Zweiten Weltkrieg vermittelt.

World War II

Memphis

Nach Memphis fährt man wegen Graceland, auch wir. Die nicht billige „Elvis Experience Tour“ beinhaltet einfach alles, was man über Elvis Presley wissen sollte, außer seine Schattenseiten: den Besuch seiner Villa, die uns enttäuscht, weil wir ihm mehr Stil und Größe zugetraut hätten, seine Flugzeuge und Autos, die umso edler sind, seine extravaganten Kostüme, Shows, Schallplatten, Filme, NachfolgerInnen … Am Ende des Tages ist man völlig erschöpft und kann verstehen, warum er drogenabhängig, geschieden und jung verstorben war.

Elvis Wohnzimmer

Umso inspirierter und lebendiger wird man durch den Besuch des „Stax Museum of American Soul Music“. Von der ersten Minute ist man umgeben von Wohlfühlmusik, beginnend mit den Anfängen in Gospelmusik, einem Dancefloor, der zum Tanzen auffordert, mit Konzertauftritten der legendären Künstler und Künstlerinnen des Plattenstudios, wie Otis Redding, Johnnie Taylor, Aretha Franklin, Rufus und Carla Thomas, Isaac Hayes und viele andere. Man sieht das Aufnahmestudio und über 2500 Artefakte und Fotographien, die die Geschichte der amerikanischen Soulmusik von Beginn an erzählen. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Rasse keinerlei Rolle gespielt habe, erst mit der Ermordung von Dr. Martin Luther King im nicht weit entfernten Lorraine Motel seien die Gräben aufgerissen worden, die nicht mehr überwunden werden konnten.

Montgomery

Unsere Reise führt uns weiter nach Montgomery, ins Legacy Museum: From Enslavement to Mass Incarceration

Montgomery ist bekannt wegen des Busboykottes, der durch die Verhaftung von Rosa Parks 1955 ausgelöst und von dem 26-jährigen Pastor Martin Luther King angeführt wurde. Seine Rede, die er vor 7000 Zuhörern in der Holt Street Baptist Church hielt, ist ein bewegendes Zeugnis für den gewaltfreien Widerstand und zeugt von seiner großen charismatischen Persönlichkeit.

Das Legacy Museum führt in vielen Etappen in die Geschichte der Sklaverei und des Rassismus in Amerika ein. Es widmet sich ausführlich der Versklavung der 40 Millionen Afrikaner, zeigt Lynchmorde, Segregation und rassistische Vorurteile. Wenn man als Europäerin den Rassismus in Amerika verstehen will, statte man dem Museum einen Besuch ab und wundere sich nicht mehr über die vielen Schwarzen Obdachlosen, die uns in den drei Städten auf den Straßen begegnetet sind.  

2022 ist nun auch in Amerika ins Land gezogen und wir fahren zurück nach New Orleans, besuchen als Abschluss noch den romantischen City Park, bevor wir uns vom Luis Amstrong Flughafen auf in die Heimat begeben.

City Park; New Orleans

Apropos: Als wir an unserem ersten Morgen in New Orleans nach unserem Beignets-Frühstück zurück ins Hotel gehen, sahen wir die Parklücke.

Sehnsucht Ferne

Wer jetzt eine Reise tut, braucht nicht viel auszugeben. Täglich erreichen mich Schnäppchen, die mich auf die AIDA zu einer Mittelmeerkreuzfahrt oder zum Inselhoppen nach Griechenland einladen, alles spottbillig und ab morgen („Heute noch im Büro. Morgen schon an Bord.“). Auch die Malediven reizen mit Sonderangeboten, dass einem Hören und Sehen vergeht. Nur in das Sehnsuchtsland USA besteht ein Einreiseverbot für touristische Zwecke, alle anderen Urlaubsdestinationen buhlen um Gäste. Trotzdem ist man hierzulande noch sehr vorsichtig, und ich kenne nur wenige Mutige, die sich auf nach Griechenland, Kroatien oder Italien zum Strandurlaub machen.

Was ist zu tun, wenn die Risiken zu groß scheinen und man sich im eigenen Land am sichersten fühlt? Um die Sehnsucht nach der Ferne zu stillen, hier ein paar Tipps, die helfen könnten.

Besuchen Sie die Ausstellung „Sehnsucht Ferne. Aufbruch in neue Welten“ auf der Schallaburg. Nicht nur, dass die herausgemauserte Burg samt Restaurant und Park eine Augenweide ist und man auf bunten Liegestühlen überall lange verweilen könnte, auch die Ausstellung leistet einen profunden Beitrag, wenn man über das Reisen nachdenken möchten. Unerlässlich ist, dass man sich durch die zugegebenermaßen wirklich dicht bestückte Ausstellung eine Führung leistet, um den Überblick nicht zu verlieren. Ein sehr kundiger Mann in Trachtenjacke eröffnet einen Ausblick in die Geschichte und Problematik des Reisens, von Fantasien, der mutigen Ida Pfeifer, der der große deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt Rosen streute, er berichtet uns von Österreichs Weltumsegelung, der „Novarra“, der ein breiter Raum in der Ausstellung eingeräumt wird. Man erfährt etwas vom Leben an Bord, sieht ein Seemannsmodell des legendären Schiffes und weiß endlich, wie ein Sextant funktioniert und warum viele Seeleute, nicht nur Piraten, auf einem Auge blind waren. Auch von Alexandra David-Neel wird erzählt, die schon 1911 zu einer Studienreise nach Nepal aufbrach und als Bettelnonne verkleidet Lhasa erreichte, das für Fremde verboten war. Man hat Mitleid mit den drei österreichischen Wissenschaftlern, die 14 Monate im ewigen Eis feststeckten und nur durch Vogeleier nicht verhungerten.  Besonders berührend aber sind die Berichte der österreichischen Himalaya-Expedition 1969, die den Gipfelsturm mit dem Leben bezahlte.

Nicht nur erfolgreiche oder gescheiterte Expeditionen werden vermittelt, sondern auch der Problematik der Entdeckungsfahrten und Eroberungen wird berührt. Müssen die Museen dekolonisiert werden? Darf man Mumien ausstellen? Wer erzählt Geschichte? Kolonisierung oder Völkermord? Ausbeutung und Versklavung vieler außereuropäischer Völker im Namen von Christus? Noch sehr vieles, das den heutigen Diskurs bestimmt, wird angesprochen und soll zum Nachdenken anregen.

Kaufen Sie sich den Ausstellungskatalog „Sehnsucht Ferne. Aufbruch in neue Welten“ der die Ausstellung mit reichem Bild- und Quellenmaterial ergänzt und eine wahre Fundgrube ist, über die „Sehnsucht Ferne 2.0“ anhand von Augenzeugenberichten informiert zu werden. Hier eine kleine Auswahl, die ich Ihnen empfehle.

„WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt“. Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser machten sich 2013 von Freiburg auf, um die Welt ohne Flugzeug zu erkunden, nur zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, per Autostopp und Schiff. Nach 100 000 Kilometern kehrten sie dreieinhalb Jahre später mit ihrem in Mexiko geborenen Sohn in ihre Heimatstadt zurück. Beide haben ihre Reise in einem Film mit dem obigen Titel festgehalten. Unbedingt sehenswert.

„fernOst: Von Berlin nach Tokio“ (Netflix): Ein vierköpfiges deutsches Reporterteam brach 2013 mit zwei Geländewagen von Berlin auf, um auf dem „Asian Highway“ bis nach Tokyo zu fahren. Die Miniserie führt durch Länder und Gegenden, die man selbst wohl nie erkunden wird können. Sehr spannend und höchst professionell gemacht.

Sollte man nun Lust bekommen haben, etwas zu erleben, kann man sich gleich aufmachen, um Österreich zu durchwandern. Zum Beispiel den Salzkammergut BergeSeenTrail, einen Weitwanderweg, der von einem Ende (Gmunden) zum anderen (Tauplitzalm) des Salzkammerguts führt. Am Sonntag habe ich die zweite Etappe geschafft: insgesamt 18 Kilometer, jetzt bleiben nur noch um die 330. Viele Wanderlustige trifft man heuer nicht, dafür entschädigen der Märchensee (Tauplitz) und liebliche Almhütten (Ödernalm).

Texas (9. – 24. Juli 2019)

Wie ist es, wenn man im Juli mit seiner Familie zwei Wochen im brütend heißen Texas eine Reise unternimmt? Sehr, sehr anstrengend, aber lohnenswert. Die meiste Zeit ist man im Auto oder in zu kalten Räumen untergebracht, denn draußen glüht es. Was dadurch sofort auffiel, waren überall üppige Grünflächen und riesige Wasserparks. 

Water Wall (Houston)

Da der Großteil der Nacht vor allem in Hotels verbracht werden musste, hatten wir viel Zeit, die Highlights des amerikanischen Fernsehprogrammes auszugsweise kennen zu lernen. Denn die Großstädte sind mit Einbruch der Dunkelheit so gefährlich, dass man besser im Auto oder zuhause bleibt. Nach einem Brauereibesuch etwas außerhalb von Dallas wollten wir einen nächtlichen Stadtspaziergang unternehmen. Irgendetwas stimmte damit nicht, denn ich fühlte mich sehr unwohl. Kein Mensch auf der Straße außer Homeless People. Die taten uns nichts, aber wirkten als Alpträume des Nachts nach.

Nicht einmal das Essengehen war eine abendfüllende Beschäftigung. Sobald man den letzten Bissen gegessen hatte, wurde schon die Rechnung gebracht und man war aufgefordert, den Tisch zu verlassen. Apropos Essen: In keinem Land essen die Menschen so viel wie in Amerika. Das Essen aus aller Herren Länder ist sehr wohlschmeckend, aber immer viel zu viel. Besonders beim beliebten Barbecue, wo man sich schon um elf Uhr in einer langen Schlange anstellen muss. So begann ich mit meiner Tochter die Portionen zu teilen und wir litten keinen Augenblick an Hunger.

Ein Burger für zwei

Überhaupt ist das Amerika, das wir sahen, ein Land des Überflusses und des Mangels. Wolkenkratzer, Supermärkte, Autobahnstationen, Highways und luxuriöse Shopping Malls, alles riesig und sehr gut frequentiert, als ob Geld keine Rolle spielen würde. Uns begegneten viele junge Menschen mit perfektem Körper und strahlendweißen Zähnen, die sich schon mittags mit viel Alkohol bei gutem Essen trafen. Andererseits das große Heer der wirklich Armen. Neben den vielen Obdachlosen, die man an jeder Straßenecke antrifft, sah ich Walmart-Kassiererinnen mit so schlechten Zähnen, wie es sie in Österreich schon lange nicht mehr gibt.

Um zum Fernsehprogramm zurückzukommen: Gerne sahen wir „Say Yes to the Dress“, eine Sendung, die den berühmten New Yorker Brautmoden-Salon „Kleinfeld Bridal“ abendfüllend präsentiert. Erst wenn die Braut weint, ist das richtige Hochzeitskleid gefunden. Übrigens ist Rot derzeit angesagt, wie sehr, werden Sie später noch erfahren.

Wir besuchten Houston, Dallas, Austin und San Antonio, mit Abstechern u. a. zur NASA und nach Waco. Hier befinden sich die „Magnolia Market Silos“ – zwei verrostete und funktionslos gewordene Getreidesilos – und der Shop von Joanna und Steven Gains, die mit ihrer Homerenovierungsshow auch in unseren Breiten beliebt sind. Tausende Besucher kommen täglich hierher und stürmen das Geschäft und die Food Trucks, um ihr eigenes Heim zu verschönern und sich großzügig zu verwöhnen.

Magnolia

 

Im nahe liegenden Fort Worth werden vormittags und nachmittags texanische Langhornrinder als Touristenattraktion zum Schlachthof getrieben, mir taten ihre traurigen Augen furchtbar leid, später las ich, dass sie nach dem Massenauflauf wieder zurück in ihre Koppel getrieben werden.

Fort Worth Stock Yards

Wir besuchten auch das dort ansässige Cowgirlmuseum und die Hall of Fame und waren erstaunt darüber, welche Kunststücke diese auf ihren Tourneen, die sie auch nach Wien brachten, auf ihren Pferden vollbrachten. Und in dem kleinen Meerstädtchen Galveston sahen wir das Musical „Menopause“, das zu 99 Prozent von älteren Frauen, die recht schrill aussahen, besucht wurde. Die vier Sängerinnen waren schon in die Jahre gekommen, das Tanzen fiel nicht mehr ganz so leicht, aber sie sangen zwei Stunden einen Hit nach dem anderen, keine einzige Note am falschen Platz. Das Publikum tobte. Galveston hatte sich übrigens schon vor Hurrikan Barry gerüstetet, der uns davon abhielt, nach New Orleans zu reisen, überall sah man Sandsäcke, die vor Überschwemmungen schützen sollten. 1900 hatte ein Hurrikan den Ort völlig zerstört und viele Tausende Todesopfer gefordert.

Galveston

Was besonders überraschend war, ist der Umgang der Texaner mit ihrer Geschichte. Natürlich besuchten wir The Sixth Flour Four Museum in Dallas, den Ort, an dem Präsident Kennedy am 22. November 1963 erschossen wurde. Perfekt organisiert und strukturiert, bekommt man einen sehr guten Überblick über die Geschichte und Folgen dieses historischen Ereignisses.

Auf der George Ranch in der Nähe von Houston wurde uns die Geschichte einer Familie durch vier Generationen in ihren Häusern mithilfe von Schauspielern nahegebracht, die die Rollen einzelner Familienmitglieder einnahmen. Das war anfangs ganz sonderbar, von Farm zu Farm gewöhnte man sich mehr daran, und am Ende war man selbst Mitspieler und fand nichts mehr ungewöhnlich an dem Setting.

George Ranch mit Baseball spielenden Bewohnern

Auch dem Kapitol in Austin wurde ein Besuch abgestattet und man nahm an zwei Führungen teil, eine über die Geschichte der Frauen in der texanischen Politik, deren Bilder zu sehen waren, die andere über das politische System in Texas. Hochengagierte Vermittlung, alle 30 Minuten und noch dazu gratis. Besonders möchte ich in San Antonio den Besuch von „The Alamo“ und der San Antonio Missionen empfehlen, auch diese sehr abwechslungsreich und informativ gestaltet. Wieder sahen wir verkleidete Menschen und meine wissbegierige Tochter fragte einen, wer er sei. Die Antwort war brüsk: „I am not an actor, I am a living historian, my name is Robert“,  um uns dann in aller Ausführlichkeit die Geschichte dieses Ortes zu erzählen.

Dallas

Neben den riesigen Wolkenkratzern in jeder Stadt sahen wir auch ein Baseballspiel. Wir mussten zunächst lange googeln, bis wir den Ablauf verstanden, fanden dann aber das Spiel gar nicht mehr langweilig. Verantwortlich dafür war auch das Pausenprogramm, es wurden Wettbewerbe veranstaltet, auffällige Menschen auf der Videoleinwand gezeigt, gemeinsam Lieder gesungen, sehr viel gegessen und noch mehr übrig gelassen. Was uns sehr enttäuschte, war auch, dass die siegreiche Auswärtsmannschaft keinen Applaus erhielt, sondern sich das Stadion mehr und mehr leerte, bis am Schluss nur mehr einige wenige gänzlich von seinem Team Enttäuschte da waren und auch diese kehrten den Siegern wort- und grußlos den Rücken zu.

Wie sehr Fernsehen beeinflusst, sahen wir beim Einchecken am George Bush Flughafen in Houston: Ein hübsches Paar war vor uns, er hatte ein riesiges in Weiß verpacktes Kleid stolz über die Schulter geworfen. Groß war der Name „Kleinfeld“ zu lesen, man sah die Farbe Rot durchschimmern.

Wie anfangs schon erwähnt: Texas ist eine Reise wert, denn man hat viel zu erzählen.

 

Wie man Bekanntschaften schließt

Seit das Klima in aller Munde ist und immer mehr Leute auf die Bahn wechseln, ergeben sich für Alleinreisende mehr und mehr Möglichkeiten, unterwegs Bekanntschaften zu schließen und Neues zu erfahren. War früher genügend Platz, dass der Sitzplatz neben einem leer blieb, ist es heutzutage damit vorbei. Jeder Sitzplatz wird gebraucht. Konnte man früher durch unfreundliches Schauen mögliche Nachbarn erfolgreich abwehren, wird man jetzt durch beharrliches Danebenstehen und freundliches Bitten aufgefordert, Platz zu machen. Meistens ist es einem wirklich nicht recht und da man nun mehrere Stunden miteinander eingezwängt sitzt, habe ich es aufgegeben, Widerstand zu leisten. Ich fange ein Gespräch an und bin immer wieder bass darüber erstaunt, was ich dadurch alles erfahre.

Oft sind es nach Hallstatt an- oder abreisende Asiaten, die mir alles über sich erzählen. So habe ich schon Adressen in Hongkong, Taiwan, Korea und Australien einsammeln können, ich konnte mein Englisch trainieren und habe viel über das Leben dort erfahren. Wer hat schon die Möglichkeit, in einem österreichischen Zug mit einer Australierin über die dort gängigen Behandlungsmöglichkeiten von Autisten zu sprechen? Ich bekam auch gleich Videomaterial vorgespielt. Bis wir in Hallstatt ankamen, wusste ich zudem alles über Kinder und Enkelkinder samt Fotos und erfreute mich an der witzigen Konversation des australischen Ehepaares. Uns gegenüber saß ein älteres Paar aus New York, das auch sehr interessant aussah und womöglich sehr viel zu erzählen gehabt hätte. Aber ich wollte mich an diesem Tag auf das winterliche Australien beschränken. Oder Hongkong: Wie und mit welchen Zielen schaffen es Touristen von dort in 12 Tagen (14 Tage Urlaub ist das Höchste, davon ein An- und ein Abreisetag) ganz Europa zu erkunden? Und warum kostet ein Hotelzimmer in Hallstatt zur Zeit des Narzissenfestes das Doppelte (stolze 380 Euro pro Nacht)? Ich könnte noch und noch erzählen, möchte mich aber hiermit auf eine Begegnung beschränken, die mich letzten Sonntag zwischen Attnang Puchheim und meinem Zielort zwei Stunden später beschäftigte.

Eine sehr braungebrannte Fünfzehnjährige war auf dem Weg nach Liezen zum ersten Date. Sie trug eine sehr knappe Short und ein tief ausgeschnittenes T-Shirt. Schon in Gmunden kannte ich ihre Lebensgeschichte und ahnte nichts Gutes. Sie sei sehr aufgeregt, erzählte sie und habe wenig geschlafen, weil sie mit einer Freundin in der Nacht einen ganzen Kasten Bier ausgetrunken hatte. Ich glaubte ihr nicht, riechen konnte ich nichts, aber sie sprach etwas verschwommen, sodass ich immer wieder nachfragen musste. Sie war voller Hoffnungen, freute sich auf den Nachmittag mit ihrem „Freund“ aus dem Internet, kuscheln wolle sie, sie beide wären sehr kuschelbedürftig. In Ebensee erfuhr sie, dass er mit Freunden im Freibad sei, da spürte ich einen Hauch von Enttäuschung, da sie – ein Blick in den leeren Beutel vor sich – kein Badezeug mithatte. In Bad Ischl kam die Nachricht, dass er nicht in Liezen im Freibad war, sondern in Wald am Schoberpass. Es musste umdisponiert werden. Ein Zug nach Wald am Schoberpass wurde gesucht. Das ergab folgenden Plan: Zug nach St. Michael, zurück nach Wald am Schoberpass, Ankunftszeit vier Uhr. Wir hatten aber schon in Bad Aussee  vierzig Minuten Verspätung, also würde sie den Anschlusszug in Stainach Irdning sicherlich nicht schaffen. Sie sollte aber um acht Uhr wieder zurück in Attnang Puchheim sein, dann müsse sie noch eine Stunde zu Fuß nach Hause gehen. Mir ging es wahrlich nicht gut bei diesen Aussichten und ich wollte laut aufschreien. Kurz bevor ich den Zug verließ, fragte ich sie zögerlich: Weiß dein Freund, dass du kommst? Ja, antwortete sie, er habe ihr gerade getextet, dass er sich auf sie freue.

 

Wo die Freiheit begann

Danziger Hafen

In der Nacht überqueren wir die Grenze zu Polen und betreten eine andere Welt. Unser erster Halt ist eine Autobahnraststätte. In nüchterner, neondurchfluteter Atmosphäre essen wir Tomatensuppe mit Nudeln, die ganz nach Maggie schmeckt. Es geht weiter in die drittgrößte Stadt Polens, Posen, das genau zwischen Berlin und Warschau liegt und wo es 966 zur Gründung des polnischen Staates gekommen ist. Auf dem dunklen Parkplatz vor dem Hotel erwarten uns zwei Betrunkene, die Geld wollen. Wir geben nichts und fürchten noch im Schlaf um unser funkelnagelneues deutsches Mietauto.

Am nächsten Tag erwartet uns das Auto ohne Kratzer im Regen. Rund um das Rathaus erwachen die vielen Marktstände, die (wiederaufgebauten) bunten Giebelhäuser, einst Kaufmannsläden nun Restaurants, erstrahlen in den ersten Sonnenstrahlen und um zwölf Uhr beginnen die Menschen nach oben zu blicken. Denn täglich zu Mittag fahren aus dem Rathausturm zwei blecherne Ziegenböcke heraus und stoßen zwölfmal gegeneinander. Mit jedem Stoß geht ein Aufschrei durch die Menge. Von da mit der Free-Walking-Tour weiter zu den Highlights der Stadt, besonders ist der schöne Innenhof im ehemaligen Jesuitenkolleg, in dem Napoleon drei Wochen gewohnt hat und das berührende Orgelkonzert in der St. Stanislaus Pfarrkirche in Erinnerung geblieben. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz besuchen wir noch das Einkaufszentrum, das die Rezeptionistin uns an Herz gelegt hat. Die ehemalige Hugger-Brauerei mit seiner einzigartigen Architektur ist nun sowohl ein Modetempel für die Begüterten als auch ein Ort, der von Kunstobjekten belebt wird.

Die Masse erwartet das Schauspiel der Ziegenböcke

Auf Landstraßen fahren wir am Nachmittag weiter nach Danzig, das uns mit hässlicher Architektur und vielen Kränen empfängt. Es ist kein guter Zeitpunkt für einen Besuch, denn es findet gerade der jährliche Dominikanermarkt statt, der die schöne Altstadt mit Tausenden Ständen und Besuchern verunstaltet. Wir kehren unsere Schritte ab und wenden uns dem Hafengelände zu und stoßen auf ein verrostetes Gebäude, das erst 2014 eröffnete Europäische Zentrum der Solidarność, an dessen Eingangstür „Europe starts here“ steht. Von der Eingangshalle bis zur Dachterrasse wird der Solidarność-Bewegung und besonders Lech Wałęsa Tribut gezollt. Noch nie habe ich eine so detaillierte, minutiös gestaltete Aufarbeitung der Geschichte einer Bewegung gesehen wie hier. Hier passt alles zusammen: Architektur, Ausstellungskonzept und die vielen Objekte, Ton- und Bildmaterialien, die Geschichte lebendig machen. Das Herz tut sich auf und man ist stolz auf diese mutigen Menschen, die ganz Europa verändert haben. Lech Wałęsa soll in dem Museum noch ein Büro haben, erzählt uns später der Stadtführer, nur für uns auf Englisch hinzufügend, aber die Polen seien nach Spitzelgerüchten nicht mehr gut auf ihn zu sprechen. Auch wenn man diesen Gerüchten Glauben schenkte, sie würden den Lauf der Geschichte nicht verändern.

Europäisches Zentrum der Solidarność

Mit dem Kuli „Freedom was born in Gdansk“ verlassen wir am nächsten Tag die Stadt, über die Nordseeküste und Stettin fahren wir zurück nach Berlin, wo unsere Reise durch den ehemaligen Ostblock vor zehn Tagen begonnen hatte. Überall war der Zweite Weltkrieg und seine Folgen noch präsent, als mahnende Erinnerung an Völkermord und Zerstörung. Die Teilung der Welt in Ost und West, in Freiheit und Unfreiheit, konnte ich im August 2017 nicht mehr spüren.

Eingeschlossen in der Frauenkirche

Von der hippen Neustadt bewege ich mich auf auf das „alte“ Dresden zu. Was zunächst in den Blick kommt, ist der geringe Wasserstand der Elbe, sodass am Ufer die elf historischen Dampfer feststecken und die vielen jungen Leute am breiten Flussufer die letzten Sonnenstunden genießen können. Jenseits der aufgebrochenen Augustusbrücke breitet sich vor mir die Altstadt aus, die bereits im Schatten liegt, grimmig, mit dunklem Sandstein erwartet sie die Besucherin. Ist man einmal über der Brücke, scheinen die Hauptsehenswürdigkeiten dicht gedrängt beieinanderzustehen, bewegt man sich jedoch innerhalb der Altstadt, tut sich jeweils der Raum auf und man findet sich auf großen Flächen wieder. Der Vorplatz vor der Semperoper erscheint riesig, im Inneren des Zwingers öffnet sich ein weitläufiger Garten und wenn man auf den Platz um die Frauenkirche gelangt, sehen die Menschen am Ende wie Miniaturen aus. Dort herrscht ein reges Abendtreiben, die vielen Häuser sind nach der totalen Zerstörung der Stadt teils original wieder aufgebaut, einige jedoch nicht, sodass der Stilbruch sofort unangenehm ins Auge sticht.

Platz um die Frauenkirche

Der Platz blieb nach 1945 als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung unbebaut, er diente als Weideplatz für Schafe und Parkplatz und ab 1982 Demonstranten als Symbol des Widerstands gegen das SED-Regime. Erst nach der Wende wurde die Kirche mit Spenden aus der ganzen Welt wiederaufgebaut und 2005 eingeweiht. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt, ein schöner Rundbau mit einer mächtigen Steinkuppel und zieht die Besucher magnetisch an.

Zufällig, wie Hunderte andere Touristen, gerate ich am nächsten Tag mittags in eine Orgelandacht und das passierte folgendermaßen: Der Rundbau lädt zum Sitzen ein, fühlt sich wie ein Theater an, da die Kirche über Ränge verfügt, in denen es früher die Reichen warm hatten. Ungefähr zehn Minuten vor zwölf hört man eine kurze Durchsage, dass gleich eine Andacht mit Orgelmusik stattfinden werde. Eines geht in das andere über, dann sind alle Türen verschlossen und eine Pastorin betritt feierlich den Raum und nach dem Geläut der Friedensglocke und der Orgelmusik befinden wir uns mit einem Psalmgebet, einer Predigt, dem Vaterunser, dem Gemeindelied mitten in einem Gottesdienst, der mit dem Segen beschlossen wird. Sehr gut gemacht, besinnlich, nicht aufdringlich und mich fasziniert, dass auch die vielen Touristen aus fremden Ländern sitzen bleiben und geduldig zuhören. Bald verstehe ich auch warum. Als sich eine größere Gruppe während der Andacht auf den Weg nach draußen macht, wird sie angehalten und muss am Ausgang auf das Ende warten. Es gibt nur einen Ausgang und an dem steht ein Ordensmann mit Klingelbeutel. Wo hatte ich außer an Weihnachten oder zu Ostern je eine so volle Kirche gesehen?

Die Frauenkirche

Neben der Frauenkirche werden bei kurzem Aufenthalt in Dresden neben der 22 Stationen umfassenden Stadtrundfahrt auch wärmstens die Zwingerführung, die Führung Schloss und Fürstenzug und rund um die Frauenkirche empfohlen, die im Ticket inkludiert sind. Großartig, sehr informativ und trotz zweieinhalb Stunden kurzweilig und witzig, ein besonderer Dank gilt meiner engagierten „Gästeführerin“. Und ein letzter Tipp: Einkehren in Pfunds Molkerei, dem schönsten Milchgeschäft der Welt und sich dort ein Glas kalter Buttermilch genehmigen. Es schmeckt himmlisch.

Ein Rendezvous mit Goethe

Goethes Arbeitszimmer

Ich bin Goethefan, also einmal im Leben den Ort besuchen, wo er die meiste Zeit gelebt hatte. Von Berlin geht es in dreieinhalb Stunden mit dem Bus nach Weimar, berühmt durch Goethe und Schiller, die Gründung der Weimarer Republik, das Bauhaus und das KZ Buchenwald. Größe und Verfall Deutschlands an einem Ort konzentriert.

Was hatte ich erwartet? Weimar ist kleinräumiger, schön hergerichtet, außer das Goethehaus. Das ist außen recht heruntergekommen, dem großen Dichterfürsten der deutschen Sprache nicht würdig. Am Nachmittag kehre ich zuerst einmal in eine der vielen Pizzerien ein. Ich hebe mir das Goethehaus auf, frisch und voller Schwung will ich sein Haus betreten. An diesem kurzen Nachmittag, während eines Stadtspazierganges besuche ich noch das Bauhaus-Museum, die Fürstengruft im historischen Friedhof, vorbei an berühmten Namen wie Charlotte von Stein und dem Rest der Goethe-Familie. Der schöne, laue Abend will genutzt werden, also hinüber in den Park an der Illm, vorbei am kuscheligen Liszt-Haus, hin zu Goethes Gartenhaus, hinauf zum Horn, wo das einzig realisierte Bauhaus-Haus in Weimar steht, über das fremd wirkende Römische Haus zurück ins Stadtzentrum. Die Wege für mich und Goethe überschaubar, er soll das Leben in einer Kleinstadt deswegen vorgezogen haben, lese ich an nächsten Tag. Ich muss mich anstrengen, sein Haus am Frauenplan zu finden. Eine kleine Tafel am Eingang weist schließlich darauf hin: „Goethe-Nationalmuseum“. Drinnen befindet sich ein professionell funktionierender Museumsbetrieb. Rechts geht es zu Goethes Wohnhaus, das uns nach einem breiten Treppenaufgang mit „Salve“ begrüßt. Wir schreiten durch das Vorderhaus, das der Repräsentation und Geselligkeit diente. Seine Italienreisen haben hier ihren Niederschlag gefunden, antike Skulpturen, Fresken und Friese erscheinen sonderbar in dem zierlichen Barockhaus, in dem er über fünfzig Jahr gelebt hatte. Dann geht es ins Hinterhaus, in seine Privaträume, alles ist hier schlicht und zweckmäßig eingerichtet: das Esszimmer, die Bibliothek, sein Arbeitszimmer, gleich daneben ein kleines Kämmerchen mit einfachem Bett. Man blickt auf den Stuhl, in dem er gestorben ist und bekommt eine Ahnung davon, was ein geglückten Leben sein könnte. Um seinem Genie näherzukommen, kann man anschließend im ersten Stock die Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ besichtigen. Die Ausstellung hat elf Räume, die Goethes Leben und Wirken im zeitgeschichtlichen Kontext zeigen: Seine Biographie und Werke, seine Tätigkeit als Politiker, Zeichner und Verfasser von naturwissenschaftlichen Studien. Über die Begriffe Genie – Gewalt – Welt – Liebe – Kunst – Natur und Erinnerung bekommt man einen fundierten Einblick in seine Zeit. Im Mittelpunkt steht die „Faust- Galerie“, wo man sich interaktiv mit dem Werk beschäftigen kann. Die Ausstellung zeigt Goethes unermüdliches Streben nach Erkenntnis und Vervollkommnung.

Stunden später ist man erschöpft und strebt in den schönen Garten hinaus, setzt sich auf eine schattige Bank, genießt die Ruhe und lässt seinen Geist in der Blumenpracht ausruhen. Nach einem Besuch im Goethehaus hat man zuhause viel zu erzählen.

Goethes Sterbesessel

Der Garten

Unsere Reise führt uns weiter nach Dresden, erinnert durch die fast vollkommene Zerstörung durch britische Bomben im 2. Weltkrieg.