Salzkammergut

1. bis 20. August 2016

Wo bleibt die Kulterin werden Sie sich schon gefragt haben. Ich bin seit einiger Zeit auf Sommerfrische. Warum Sie nicht in die Ferne schweifen müssen, um erholt zu sein und etwas von der Welt zu erfahren, erfahren Sie in diesem Beitrag über das Salzkammergut.

Auch kulturell hat dieses Gebiet einiges zu bieten, aber heute schenke ich meine Aufmerksamkeit Land und Leuten.

Seen: Was das Salzkammergut so schön macht, ist die Natur, die hier überall oft in Reinform anzutreffen ist. Wandert man um den Altausseersee, hat man seine selige Ruhe vor Autos und Motorbooten. Geht man am Ostuferweg des Hallstättersees entlang, begegnet man vielen eifrigen Radfahrern und der hin und wieder dahinzuckelnden Bahn. Alle Stunde hört man von fern das Tuten der „Hallstatt“, die mit wenigen Touristen ihre Kreise um den See zieht. Der Ödensee ist noch immer ein Geheimtipp und an Idylle kaum zu übertreffen.

Almen: Seit es Elektrofahrräder gibt, sieht man auf jeder Amhütte ältere Semester, die stolz von großen Radtouren berichten, die man sich schon in der Jugend nicht zugetraut hatte. Da sie Einheimische sind, erfährt man darüber hinaus auch einiges über EU-Förderungen und warum es so wenige Almkühe mehr gibt. Apropos: Weil auch der Dachsteinrundwanderweg vorbeiführt, trifft man auch Sportler, die schon seit Tagen im Gebirge unterwegs sind und richtig fertig ausschauen. Auf Almen begnegnet sich Jung und Alt, Reich und Arm in fröhlicher Gesellschaft.

Berge und Wasserfälle: Man kann den Grimming besteigen oder mit dem Fahrrad umrunden (60 Kilometer! Mit und ohne Mitterberg) und dann den Wasserfall unterhalb der Staumauer besuchen, sich im Film „The Beach“ glauben und ein Bad darin nehmen. Sehr erfrischend.

Natur pur

Natur pur

Orte: Wenn vielleicht die Natureinsamkeit zu groß geworden ist, macht man sich auf nach Bad Ischl, sieht eine große Anzahl von Asiaten (Chinesen?) in Hallstatt zusteigen, die nun nach Salzburg weiterreisen wollen. Im „Zauner“, wo man ein „Ischler“ genießt, wundert man sich, dass so viele Menschen in ein Kaffeehaus gepackt werden und so viele Mehlspeisen verspeisen können. Hat man dazu noch Freude an der Monarchie, besucht man die Kaiservilla und das Museum der Stadt Ischl, um sich an den adretten kaiserlichen Uniformen sattsehen zu können. Von den „Kaisertagen“ soll hier gar nicht gesprochen werden.

Am Abend kann man vielleicht die „Vorstadtweiber“ auf DVD schauen oder in Pürgg das Gasthaus „Krenn“ besuchen, das ein sehr, sehr reicher österreichischer Getränkehersteller gekauft hat. Dem Himmel sei Dank, es hat gut geschmeckt.

©a.achilles 2016

Hinterlasse einen Kommentar